Hikmatullah aus Afghanistan

Diagnostik mit Kompetenz und Herz

Infektionen durch schlecht versorgte Wunden oder unzureichend behandelte Knochenbrüche: Bei Kindern aus Krisengebieten ist die sogenannte Osteomyelitis, eine Entzündung des Knochen(marks), ein recht häufiges Krankheitsbild. Die Therapie dieser oft chronischen Erkrankung gestaltet sich aufwändig und komplex. Vielen solcher jungen Patienten, die in den KLINIKEN DR. ERLER in den letzten Jahren im Rahmen des Hilfsprojekts „Aus Unterstützung wird Freude“ der Dr. Fritz Erler Stiftung kostenfrei behandelt wurden, konnte das Team um Dr. Haselhuhn, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, erfolgreich helfen.

Nachdem sich Herr Dr. Haselhuhn im Oktober dieses Jahres in den verdienten Ruhestand verabschiedet hat, übernahm sein Nachfolger Herr Prof. Dr. Biber federführend das medizinische Engagement in diesem Bereich in bewährter guter Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation FRIEDENSDORF.

Sein erster Patient kam Ende November mit einer Schwellung und starkem Druckschmerz im linken Oberschenkel in die Erler-Klinik. Eine hartnäckige Osteomyelitis? Schon 2015 und 2016 war der junge Afghane zur medizinischen Abklärung nach Deutschland gekommen, ohne Erfolg. Nun wurde Hikmatullah erstmalig in unserer Klinik zur Diagnostik vorstellig, da er wegen stärkster Schmerzen im betroffenen Bein praktisch nicht mehr laufen konnte.

In der Erler-Klinik wurde er mittels Kernspintomographie untersucht, wobei sich im Bereich der ehemaligen Osteomyelitis sogenannte Nekrosezonen fanden, d.h. hier lagen abgestorbene Knochenanteile vor. „Knochennekrosen können nach Infektionen, Verletzungen oder bei Durchblutungsstörungen entstehen und mitunter stärkste Beschwerden hervorrufen“ erklärt Prof. Biber. Durch die operative Ausräumung des betroffenen Areals entsteht eine Druckentlastung im Knochengewebe, wodurch es zu einem Beschwerderückgang und häufig zur Ausheilung kommt.

„Natürlich haben wir Hikmatullah eine solche Operation angeboten, und er hat diese auch sehr gut überstanden“, freut sich Prof. Biber. Bereits am Folgetag war ein deutlicher Schmerzrückgang zu verzeichnen, und er tat – noch mit Gehstützen – die ersten Schritte. Ein schönes Weihnachtsgeschenk nicht nur für Hikmatullah, sondern für die ganze Station!  

Bitte unterstützen Sie das humanitäre Engagement der Dr. Fritz Erler Stiftung mit einer Spende, herzlichen Dank!

Sie möchten helfen?

Hier können Sie sich über die Spendenmöglichkeiten der Dr. Fritz Erler Stiftung informieren:

Spendeninformationen

Der junge Afghane Hikmatullah bestens versorgt von Prof. Dr. Roland Biber, Chefarzt der Unfallchirurgie und Schwester Roxana Gräf
Nach oben